Die Geschichte des Mangas |
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Nur weil mir langweilig ist und alle glauben Mangas kommen aus Japan.
Die Geschichte der Manga-Heldinnen (bzw die Geburt des Mangas)
Die Kerzenständer
Die japanischen Autoren zeichnen gerne hübsche Mädchen, das liegt auf der Hand. Da die Zielgruppe der Mangas und Animes vor allem jugendliche Männer sind, die selber gerade ihre Liebe für Mädchen entdecken, passt die Neigung der Zeichner und der Zuschauer natürlich zusammen. An Mädchen mangelt es in den japanischen Bilderwelten deshalb nicht. Anfangs hatten sie eher nebensächliche Rollen. Sie waren oft nur da, um dem Leser oder den Zuschauer zu gefallen. Manchmal tauchten sie auch auf, damit die Helden sie retteten und bewiesen, dass sie auch wirklich Helden sind. Eine solche Accessoire-Rolle hatte zum Beispiel eines der bekanntesten Anime-Mädchen überhaupt. In Captain Future wird die Blondine Joan Landor systematisch entführt und haucht „O, Captain!“, um dann von ihren Retter befreit zu werden. Typischerweise blieben die Frauen am Rande der Handlung und hatten romantische oder emotionale Beziehungen zu dem Helden. /kis2
Die Pin-ups
Osamu Tezuka erfand den Manga unter starkem Einfluss der amerikanischen Comics und Zeichentrickfilme. Er importierte nicht nur die großen Augen der Disney Figuren sondern auch, zur großen Freude Japans, die Pin-up Girls.
Es gibt grundsätzlich drei Typen von Pin-ups: die, die aus bereits existirenden Serien, Comics oder Zeichentrickfilmen stammen; die, die unabhängig von jeder Serie gezeichnet wurden; und die, die speziell von einem Zeichner für eine Serie geschaffen wurden. Oft dienen die gezeichneten Mädchen als Objekt der Begierde, die ihre Formen lasziv unter einem Fetzchen Stoff verbergen. Nach Ausstrahlung der Zeichentrickserien, begeistern sich in Japan die Zuschauer meistens mehr für Merchandising-Produkte mit Abbildungen der Pin-up Girls als für diejenigen mit Abbildungen der eigentlichen Helden. Die Anzahl der verschiedenen Merchandisign-Produkte mit Pin-ups stehen auch in keinem Verhältnis zu ihren Rollen in den Serien.
Manche Zeichner erschaffen Pin-ups, die nicht dazu bestimmt sind in einer Serie zu erscheinen. Wahrscheinlich ist Hajime Sorayano, der für seine Roboterfrauen gefeiert wird, der bekannteste unter ihnen. Auch die Mädchen des Tashiki Yui sind Pin-ups im wahrsten Sinne des Wortes (siehe das Hentai Yui Shop). Seine unglaublich erfolgreichen Mädchen sind manchmal sexy, oft aber eindeutig mehr als das...
Dann gibt es auch Zeichner, die einfach gerne Pin-ups zeichnen, um Geschichten und ganze Welten um sie zu spinnen. Das ist Satoshi Urushiharas Vorgehensweise, der für seine wunderschönen Frauen bekannt ist. Er ist Zeichner solcher Serien wie Plastic Little (auf Video bei OVA Films erhältlich), wo die Heldinnen auch nackt erscheinen. Seine aktuellsten Projekte sind Alpha (in diesen Zeichnet er Mädchen, deren Namen mit jeweils anderen Buchstaben des Alphabetes beginnen wobei sich die Leser die Namen ausdenken und eine Geschichte zu den Charakter erfinden), Front Innocent und Growlancer IV.
Die starken Frauen
Der Typ der starken Frau hat sich im Anime erst relativ spät entwickelt. Mittlerweile gehört er jedoch zu einer gewohnten Erscheinung in den japanischen Serien. Der Archetyp der starken Frau ist Nausicaä. Sie ist Heldin in Nausicaä aus dem Tal der Winde, einem Film und Comic von Hayao Miyazaki. Dieses Meisterwerk aus dem Jahr 1984 ist derart eingeschlagen, dass in den folgenden zehn Jahren diese kleine Heldin zu einem Synonym für die beste weibliche Hauptrolle im Anime wurde. Ein späteres Werk von Miyazaki, das viele Elemente von Nausicaä wieder aufnimmt, ist Prinzessin Mononoke welches hier jeden bekannt ist.
Die starken Frauen schiesen heute im Anime wie Pilze aus dem Boden. Sie sind Kämpferinnen, Verführerinnen und zeigen eisernen Willen, ohne jedoch stur zu sein. Es sind echte, glaubhafte Charaktere, die sich auch neben einem männlichen Helden behaupten können.
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