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Also, wie versprochen gibt es jetzt der erste Teil des Fantasy-Epos. Na gut, es ist nur der Prolog, aber immerhin etwas.
Königliches Labor im Dienste seiner Majestät Helios IV
Fünftes Semester der Hybridenforschung
Projekt Phönix
Eintrag 27
Phönix hat alle Überwartungen übertroffen. Die Vampirgene des Projekts liegen den Seraphimgenen in
der Evolution vorraus, es wird schwer werden das Projekt vom Erwachen abzuhalten. Die Ohnmachtsphase wurde
unerwartet unterbrochen und geht nun in eine Traumphase über. Es besteht die Gefahr, dass Projekt
Phönix frühzeitig erwacht. Erwarten weitere Instruktionen vom Königshaus.
Prolog - Wer nicht hören will...
Das Feuer züngelte im Kreis auf dem Boden. Brennende Schlangen peitschten mit ihren Mäulern nach der
Professorin, die erschrocken ihre Flügel zurückzog. König Helios, flankiert von zwei Magieren in himmelblauen
Gewändern, blickte mit steinerner Miene auf sie hinab. Sie war noch jung, jedenfalls zu jung um mit dem Tod
bestraft zu werden. Auf ihrer Nase saß eine dicke Brille, ihr Haar war zu einem gepflegten Knoten gebunden.
Helios, in dessen goldverziehrter Dienstrüstung sich der Schein des Feuers wiederspiegelte, lies das völlig kalt.
"Was hast du falsch gemacht?", fragte er sie herablassend, mit weicher aber strafender Stimme.
"I-ich, habe Befehle verweigert."
Einer der Magier machte ein gehässiges Geräusch, verstummte aber, als Helios ihm die Hand auf die Schulter
legte. Seine Stimme war nun beinahe Gönnerhaft.
"Warum hast du nicht gehorcht, mein Kind?"
"Ich, ich, ich konnte sie nicht töten! Sie ist doch auch zur Hälfte eine von uns gewesen!"
Der zweite Magier schloss die verkrampfte Gebärde seiner rechten Hand etwas weiter und drängte so den
Flammenkreis in eine engere Bahn. Eine Feder der Forscherin fing Feuer, löste sich aus dem Flügel und zerfiel
zu Asche noch bevor sie zu Boden gefallen war. Instinktiv zuckten die sechs Flügel weiter nach oben. Helios beugte
sich unmerklich vor.
"Sie war ein Forschungsobjekt. Sie war ein Ding. Und das ist sie leider immernoch."
Er wandte sich an den ersten Magier.
"Findet heraus, wo sie ist und sorgt möglichst dafür, kein Aufsehen zu erregen. Wir wollen schließlich nicht in einen
Konflikt mit den Normalsterblichen geraten."
Der Magier verbeugte sich und ging wortlos zur Tür heraus. Dabei viel kurz ein schwacher Lichtschein auf den
dunklen Raum und wurde von der zersplitterten Glassäule, den schwach glühenden Substanzen und
Helios' blondem Haar reflektiert. Nur auf die Professorin viel ein dunkler Schatten. Und als dann die Tür laut zufiel
und sich der Feuerring so eng um sie schloss, dass ihre sechs weißen Flügelspitzen Feuer fingen, wusste sie, dass
ihr Schicksal besiegelt war. Ihre einzige Sorge galt jetzt jedoch Projekt Phönix...
__________________ Die Flamme der Liebe brennt im Herz
Die Flamme des Hasses verbrennt das Herz
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04.09.2008 16:52 |
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Akt I - Phönix
United Kingdom - England - London
Nahe der Victoria Station steht eine verlassene Fabrikhalle. Sie wird von großen, schäbigen Wolkenkratzern versperrt,
so dass niemand von der Straße aus sehen oder hören könnte, was dort vor sich geht.
Das ist auch nicht nötig!, werden jetzt einige Leute sagen. Dort passiert doch sowieso nichts!
Doch diese Leute liegen falsch. Neben der Lagerhalle steht ein verrosteter, Reifenloser LKW, der seit Jahren nicht mehr
benutzt wurde. Auf seiner Seite war mit Graffiti "Vampire" gesprayt. Und auf dem LKW saß ein Mädchen und lies die
Beine baumeln. Ihr Haar war von natürlichem Silber, dass fast so grau war wie der Staub und die Asche auf dem
Boden. Ihre forderen Strähnen waren schwarz gefärbt, genau wie der Streifen, die eine schwarze Schneise in
ihren Pferdeschwanz zog. Ihre Kleidung war der Umgebung recht angepasst: Ein zerschlissenes, schwarzes
Top, eine gebleichte Jeans und hohe, schwarze Stiefel mit Schnallen an den Außenseiten. Das linke Auge des
Mädchens war ein helles grün, das rechte, im Kontrast dazu, war von blutigem Rot. Sie hatte die Arme in den
Schoss gelegt und spielte mit der Zunge an dem golden Unterlippenpiercing. In der finstern Umgebung erschien
auch ihre Haut eher gräulich und ihr Ausdruck trostlos. Aus dem Führerhaus stieg dünner Rauch hervor. Das
Geräusch einer Getränkedose war zu hören, die zusammengedrückt wurde. Und schon im nächsten
Augenblick flog das Stück Metall durch die zerbrochene Windschutzscheibe. Das Mädchen auf dem dach lies sich
davon nicht stören. Sie lies sich na hinten auf den Rücken fallen und starrte in die schwarzen Wolken, durch die ab
und zu ein Lichtschein zuckte. Bald würde es anfangen zu regnen. Bisher hatte sie auf den Namen Phönix gehört.
Sie dachte viel darüber nach. Sie erinnerte sich nicht an viel, nur an Schmerzen,bruchStücke von Gesprächsfetzen
und an zwei Gesichter. Das erste gehörte einer Frau: dicke Brille, dunkler Haarknoten und mitleidiges Gesicht.
Das zweite gehörte einem Mann im mittlerem Alter. Falten zeigten sich kaum in seinen Zügen. Sein Haar war
seidig blond und glänzte im Schimmer des Zwielichts.
"Helios.", flüsterte Phönix fast ehrfürchtig. "König Helios."
Ein Tropfen nässte ihre Wange. Dann vielen einige auf ihre Arme, die nächsten wieder auf ihr Gesicht und es
wurden mehr und immer mehr. Es regnete. Ein Grummeln zog durch die gewaltige schwarze Wolle am
Himmel. Die Tür des Fahrerhauses öffnete sich.
"Hey, Phönix, lass uns reingehen!", rief eine junge Frauenstimme. "Wir erkälten uns noch!"
Phönix zwinkerte. Der weltfremde Blick in ihren Augen verschwand.
"Schon klar!"
Sie setzte sich auf und rutschte die besprühte Seitenplane herunter. Als ihre Füße aufkamen, wäre sie
beinahe weggerutscht. Es regnete jetzt noch stärker und der sandige Boden verwandelte sichlangsam in eine
glitschige Pampe. Die junge Frau neben Phönix konnte ein Grinsen nicht unterdrücken.Dabei kamen zwei spitze
Eckzähne zum Vorschein. Ihr Gesicht war von schwarzen, fettigen Haaren eingerahmt. Unter den dicken Strähnen
leuchteten wilde, rote Augen. Auch sie trug ein goldenes
Piercing an der Unterlippe. Ihre Klamotten waren sehr
Figurbetonend: Ein ärmelloses, enges Top und eine enge Jeans, dazu noch Bikerhandschuhe. Alles in schwarz.
"Nich hinlegen, Phönix.", grinste sie. "Du bist immer so verträumt."
__________________ Die Flamme der Liebe brennt im Herz
Die Flamme des Hasses verbrennt das Herz
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06.09.2008 18:10 |
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Jacky02
Tripel-As

Dabei seit: 03.03.2009
Beiträge: 200
Stimmung: (wütend)
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12.03.2009 02:20 |
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